Archiv für März, 2009

Irrtum

Veröffentlicht in Kopf am März 16, 2009 von socialtuning

„Im Juni wird er verschwunden sein.“

Die US-Zeitschrift „Variety“ im Frühjahr 1955 über den Rock ‘n’ Roll.

„Das Fernsehen wird sich nicht halten, weil die Leute es bald müde sein werden, jeden Abend eine Sperrholzkiste anzustarren.“

Daryl Zanuck, Filmproduzent der 20th Century Fox im Jahr 1946.

„Wir werden euch begraben.“

Der sowjetische Partei- und Regierungschef Nikita Chruschtschow über das Wettrennen zwischen Kommunismus und Kapitalismus im November 1956.

„Die Börse hat augenscheinlich ein permanentes, hohes Plateau erreicht.“

Ökonomie-Professor Irving Fisher von der amerikanischen Yale University im Jahr 1929.

„Es wird Jahre dauern – und nicht in meiner Zeit stattfinden – bevor eine Frau Premierministerin wird.“

Margaret Thatcher, britische Premierministerin von 1979 bis 1990, im Jahr 1974.

„Wir stehen an der Schwelle zur Raketen-Post.“

Der amerikanische Postminister Arthur Summerfield im Jahr 1959.

„Vernünftige und verantwortungsbewusste Frauen wollen gar nicht wählen.“

Der ehemalige US-Präsident Grover Cleveland (1885-89 und 1893-1897) im Jahr 1905.

„Es wird noch 50 Jahre dauern, bis der Mensch fliegt.“

Wilbur Wright im Jahr 1901 – zwei Jahre vor dem ersten erfolgreichen Motorflug der Gebrüder Wilbur und Orville Wright 1903.

„Es gibt keinen Grund, warum irgendjemand einen Computer bei sich zu Hause haben wollen würde.“

Ken Olson, Gründer und Chef des Großcomputer-Herstellers Digital Equipment Corpo

„Flugzeuge sind interessantes Spielzeug, aber ohne militärischen Wert.“

Der französische Marschall Ferdinand Foch von der École Supérieure de Guerre im Jahr 1904.

„Wer zum Teufel will Schauspieler reden hören?“

H. M. Warner, Mitbegründer der Filmgesellschaft Warner Bros., im Jahr 1927.

„Die Amerikaner haben Bedarf für das Telefon, wir haben es nicht. Wir haben reichlich Laufburschen.“

Sir William Preece, Chefingenieur der Britischen Post, im Jahr 1876.

„Der potenzielle Weltmarkt für Kopiergeräte beträgt höchstens 5000.“

Absage von IBM an die späteren Gründer von Xerox. IBM-Berater Arthur D.Little kam zu dieser Einschätzung, – bei der genauen Zahl gibt es allerdings auch abweichende Angaben.

„Die Vorstellung, dass die Kavallerie von diesen Eisenkutschen ersetzt wird, ist absurd. Das ist fast schon Verrat.“

Ein persönlicher Adjutant des britischen Feldmarschalls Douglas Haig bei einer Panzervorführung während des Ersten Weltkriegs.

„Eine kurzlebige satirische Schundzeitschrift.“

Das US-Magazin „Time“ im Jahr 1956 über die neue Satire-Zeitschrift „Mad“.

(Aus: einestages.spiegel.de)

Die Jugend von heute

Veröffentlicht in Kopf am März 12, 2009 von socialtuning

Unsere Jugend ist heruntergekommen und zuchtlos. Die jungen Leute hören nicht mehr auf ihre Eltern. Das Ende der Welt ist nahe. (Keilschrifttext aus Ur, Chaldäa, um 2000 vor Christus)

Die Jugend von heute liebt den Luxus, hat schlechte Manieren und verachtet die Autorität. Sie widersprechen ihren Eltern, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer. (Sokrates, gr. Philosoph, 470-399 v.Chr.)

Ich habe überhaupt keine Hoffnung mehr in die Zukunft unseres Landes, wenn einmal unsere Jugend die Männer von morgen stellt. Unsere Jugend ist unerträglich, unverantwortlich und entsetzlich anzusehen. (Aristoteles, gr. Philosoph, 384-322 v. Chr.)

In seinem Werk „Der Staat“ schreibt der große griechische Denker Platon (427 – 347v.Chr.): “ …die Schüler achten Lehrer und Erzieher gering. Überhaupt, die Jüngeren stellen sich den Älteren gleich und treten gegen sie auf, in Wort und Tat.“

Im »Dietrich von Bern«, einer anonymen mittelhochdeutschen Heldendichtung, entstanden im 13. Jahrhundert, wird die Klage Walther von Wasgensteins, eines Neffen des Kaisers, laut, ob denn Die Jugend von heute noch etwas anderes könne als den Becher schwingen.

1274 schreibt der Mönch Peter: „Die Welt macht schlimme Zeiten durch. Die jungen Leute von heute denken an nichts anderes als an sich selbst. Sie haben keine Ehrfurcht vor ihren Eltern oder dem Alter. Sie sind ungeduldig und unbeherrscht. Sie reden so, als wüßten sie alles, und was wir für weise halten, empfinden sie als Torheit. Und was die Mädchen betrifft, sie sind unbescheiden und unweiblich in ihrer Ausdrucksweise, ihrem Benehmen und ihrer Kleidung.“

Ende des 18. Jahrhunderts verfaßt Kajetan von Weiller eine »Jugendkunde«, in der u.a. zu lesen steht: „Ihr sprühet von den Ambosen eurer Thorheiten und Laster gefährliche Funken…“.

1852 heisst es in einem Regierungsbericht: „Es ist die Wahrnehmung gemacht worden, daß bei der Schuljugend die früher kundgegebene Anständigkeit und das sittliche Benehmen … mehr und mehr verschwinde.“

„Die verschiedenen Altersstufen des Menschen halten einander für verschiedene Rassen: Alte haben gewöhnlich vergessen, daß sie jung gewesen sind, oder sie vergessen, daß sie alt sind, und Junge begreifen nie, daß sie alt werden können.“ (Kurt Tucholski, Der Mensch)

(Aus: http://www.little-idiot.de/teambuilding/JugendvonHeute.pdf)