Archiv für Juni, 2009

Gehirnwäsche

Veröffentlicht in Kopf am Juni 28, 2009 von socialtuning

Der Prozess der Gehirnwäsche läuft immer in bestimmten Phasen ab, egal ob es sich dabei um die Bundeswehr, eine Entführung, eine Sekte oder DSDS handelt:

1. Phase:

Um eine Gehirnwäsche einzuleiten, also eine neue Prägung zu schaffen, muss die Person in einen Zustand infantiler Hilflosigkeit versetzt werden. Der biologische Überlebensinstinkt eines Menschen wird dadurch gezwungen, sich den neuen Regeln anzupassen. Damit einher geht eine Isolation von dem bisherigen sozialen Umfeld. Bleibt man in der Isolation allein, können Halluzinationen eintreten. Kleine Kinder, die keine Geschwister haben und eher abgeschieden leben, können imaginäre Spielgefährten erfinden. Auch Erwachsene erfinden „Gefährten“, „Führer“ oder „Erzengel“ wenn es an normalen sozialen Kontakten mangelt.

Nach der Isolation kann die erste Bezugsperson zum Mutter- oder Vaterersatz des Opfers werden. (Dies kann eine mögliche Erklärung dafür sein, dass Entführte merkwürdigerweise Sympathie für ihre Entführer empfinden.) Dies wird verstärkt, wenn diese Person dem Opfer die Mahlzeiten reicht. (Ein Tauf- oder Wiedererweckungsritual ist häufig mit einer Mahlzeit verbunden.)

2. Phase:

In der nächsten Phase, in der das Opfer weiterhin regelmäßig ernährt wird, wird das Ego des Opfers angegriffen nach dem einfachen Grundprinzip „Du hast unrecht. Wir haben Recht! Du wirst wahrscheinlich nie Recht haben, aber wir versuchen trotzdem mal es dir beizubringen“.In dieser Phase wird der bürgerliche Name abgelehnt und ein eher anales Vokabular gewählt (Komm her, du Arschloch!).

Diese Phase ist abgeschlossen, wenn das Opfer auf ehrliche Weise versucht, die Sympathie seines Herren zu suchen. Diesen echten Versuchen gehen zunächst gespielte Versuche voraus. Auf die dann folgenden ersten Belohnungen folgen auch immer wieder Rückschläge, damit das Opfer lernt, dass die zunächst gespielten Versuche nicht auf Dauer ausreichen.

3. Phase:

In der dritten Phase wird nun die neue Realität oder Ideologie vermittelt. Dabei wird darauf geachtet, dass diese neue Realität ein paar Fallen bzw. Denkfehler enthält, um dem Opfer Rückschläge zu ermöglichen („Also doch nicht richtig…“). Diese Rückschläge bewirken dann eine erhöhte Motivation des Opfers die neue Realität anzueignen. Dabei wird teilweise ein grober Unsinn vermittelt, der allerdings eine scharfe Trennung zwischen der neuen und der alten Realität ermöglicht und eine Gruppensolidarität vermittelt. Bei einem seltenen Kontakt mit der Außenwelt kann dies ein Gefühl von Unbehagen erzeugen.

Bei all dem Unsinn muss allerdings immer das Gefühl der Überlegenheit der neuen Realität vermittelt werden

Die wohl einfachste Art der Gehirnwäsche ist die Geburt. Alle oben genannte Prinzipien spielen eine Rolle und je nachdem, wie das Opfer aus seiner „normalen“ Sozialisation herauskommt, hängt davon ab, ob es als Eskimo oder Indianer oder Kommunist oder Buddhist oder Agnostiker oder Mafiosi erzogen wird!

(Aus: „Der neue Prometheues“ – Wilson)

12 Dinge,die ich über dich weiss…

Veröffentlicht in Kopf am Juni 21, 2009 von socialtuning

1. Du liest diesen post.

2. Du denkst dir „Was mache ich hier eigentlich!?“

4. Dir ist nicht aufgefallen, dass ich 3 ausgelassen habe.

5. Du kontrollierst es gerade.

6. Du lachst/schmunzelst.

7. Du liest immer noch diesen post.

8. Du weisst, dass alles was du gelesen hast wahr ist.

10. Dir ist nicht aufgefallen, dass ich 9 ausgelassen habe.

11. Du kontrollierst es gerade.

12. Dir ist nicht aufgefallen, dass es nur 10 Dinge sind.

10 Survival-Mythen

Veröffentlicht in Hand am Juni 8, 2009 von socialtuning

Mythos 1: Wenn du in der Wüste drohst zu verdursten, kannst du einem Kaktus Wasser entnehmen!

Wahrheit: Du wirst mit hoher Wahrscheinlichkeit nur ein paar Tropfen Wasser herauspressen können. Diese werden scharf und bitter schmecken und zu Übelkeit und Krämpfen führen. Morgentau, „transpiration bags“, Anzeichen von kleinen Quellen und Flussbetten und Gesteinsmulden mit Wasser werden dir eher weiterhelfen.

Mythos 2: Wenn dich ein Hai attackiert, musst du seine Nase angreifen!

Wahrheit: Du wirst dir eher die Hand verletzen als seine Nase. Falls sich ein Angriff nicht vermeiden lässt, versuch die Augen und Kiemen so hart wie möglich zu treffen, idealerweise mit einem scharfen Gegenstand.

Mythos 3: Der sicherste Platz bei einem Erdbeben ist unter einem Türrahmen!

Wahrheit: Dieser Rat stammt aus einer Zeit, als Häuser aus instabilen Materialien mit Türrahmen aus Holz gebaut wurden. In modernen Gebäuden ist der Türrahmen der schwächste Punkt. Versteck dich lieber unter einem stabilen Objekt, wie einem Tisch.

Mythos 4: Wenn eine Bombe hochgeht, ruf 112!

Wahrheit: Vermeide es ein Handy oder Radio im Umkreis von 100 Metern eines möglichen terroristischen Anschlags zu verwenden, da es eine weitere Einheit auslösen könnte. Ruf den Notruf erst mit einem Kilometer Abstand.

Mythos 5: Saug bei einem giftigen Schlangenbiss das Gift aus derVene.

Wahrheit: Du wirst nicht in der Lage sein das Gift schnell genug herauszubekommen. Gift im Mund wird eine weitere Verbreitungsmöglichkeit für das Gift darstellen, besonders bei Rissen am Gaumen oder an den Lippen. Benutze auch keinen Schlauch zum Abbinden oder einen Eiswürfel. Stattdessen: Ruf den Notruf, halte die Wunde tiefer als das Herz und reduziere jede körperliche Aktivität auf ein Minimum.

Mythos 6: Wenn du auf dem Meer ohne Wasser gestrandet bist, kannst du dein eigenes Urin trinken!

Wahrheit: Da urin Salz enthält, beschleunigt Urin eher Dehydrieren als es zu verhindern. Legitime Quellen für Trinkwasser: regen, Schildkrötenblut und Flüssigkeit von dem Rücken und um die Augen eines Fischs.

Mythos 7: Verstaue eine Gallone Wasser pro Person & pro Tag für 3 bis 7 Tage in deiner Garage oder in deinem Keller.

Wahrheit: Dies stimmt! Allerdings besitzen viele Menschen Keller und Garagen aus Beton. Stellt man Plastikflaschen mit Wasser auf Beton wird die chemische Reaktion dieser beiden Materialien das Wasser vergiften.

Mythos 8: Wirst du von einem scharfen Gegenstand aufgespießt oder gestochen, dann zieh den Gegenstand aus der Wunde!

Wahrheit: Lass den Gegenstand in der Wunde, ruf den Notruf an und leg einen voluminösen Verband an um alles stabil zu halten. Ausnahme: der Gegenstand behindert die Atmung oder die Herz-Lungen Wiederbelebung.

Mythos 9: Verirrst du dich bei kaltem Wetter kannst du Schnee oder Eis essen um zu überleben.

Wahrheit: Schnee oder eis essen reduziert die Körpertemperatur und kann verseucht sein. Wenn möglich: Schmilz den Schnee, erhitze das Wasser und lass es abkühlen, bevor es getrunken wird.

Mythos 10: Beten hilft nicht!

Wahrheit: Studien über die Verhaltensweisen von Überlebenden haben gezeigt, dass Sie gebetet haben auch wenn sie nicht wirklich an Gott glauben. Gebete helfen dabei Gedanken zusammenzuhalten und den Geist zu fokussieren.

Grundsätzlich: Die beste Survival-Fähigkeit ist Panik zu vermeiden und stattdessen ruhig zu bleiben, organisiert, fokussiert, entschlossen und entscheidungsfreudig zu handeln.

(Aus: neil-strauss-blog)