IKEA von innen

Frauen in Begleitung ihrer Männer bleiben nur halb so lang im Laden wie ohne.

70% der Ikea-Kunden sind weiblich.

Im Eingangsbereich kann „Mann“ direkt in das Restaurant abbiegen und „Kind“ in den Spielbereich. Samstags wird im Restaurant die Fussball-Bundesliga übertragen.

Die Wege verlaufen im Zick-Zack-Muster, damit man, während man nach links und rechts abbiegt, immer wieder auf neue Produkte zuläuft. Dies führt dazu, dass „Frau“ häufiger zugreift.

Der Abstand zwischen Wand und Gang ist nie höher als 5 Meter.

Ikea-Märkte sind immer übersichtlich und orientierungsfreundlich. Man wird kognitiv nicht überfordert, außer man sucht den Ausgang.

Jeder Ikea-Markt hat 2 Etagen. Mit jeder weiteren Etage würde man 40% der Kunden verlieren.

Der Rundgang beginnt immer in der oberen Etage. Nach dem Prinzip: „Runter kommen sie immer!“

Die ersten Abschnitte (Wohnen und Schlafen) sind auch immer die umsatzstärksten. Zu Beginn der Abteilung steht ein günstiges Einstiegsangebot.

Auf einem kleinen Zettel am Möbelstück findet der Kunde alle nötigen Informationen (Preis, Maße, Farben). Der Kunde ist mündig und der Verkäufer überflüssig.

In den Gängen, insbesondere vor der Kasse, stehen riesige Körbe mit Teelichtern, Servietten, Batterien oder Stoff-Pandabären. 50% des Umsatzes wird mit diesem Kleinkram gemacht! Diese Körbe werden immer vollgestopft bis sie überquellen. Dies weckt beim Kunden den Eindruck, dass es sich um ein Schnäppchen handelt.

Es gibt keine Einkaufskörbe, sondern Einkaufstüten mit langen Schlaufen zum Umhängen. Dies hat den Vorteil, dass der Kunde beide Hände frei hat.

Wenn ein Kunde ein Produkt selber aufbaut, entstehen (bei Erfolg) Glücksgefühle. Wird dieses Produkt dann voller Stolz dem Besuch vorgestellt, und dieser wagt es das Produkt zu kritisieren, verteidigt der Kunde seine Leistung und somit gleichzeitig das Produkt und die Marke IKEA.

Durch den Selbstaufbau wird der Umtausch unwahrscheinlich, da man etwas, dass man selber errichtet hat, ungern wieder abbaut.

Wenn Eltern ihre Kinder im Spielland abgeben, wird ihnen ein Handy ausgehändigt. Dadurch werden Durchsagen über die Lautsprecher vermieden, die viele Eltern als peinlich empfinden.

Meinung, Kritik und Verbesserungsvorschläge vom Kunden sind erwünscht und werden sofort gesichtet. Konstruktives wandert direkt zum Marktleiter. Auf diesem Weg wurden in Deutschland Kleiderschränke (die Häuser in Schweden besitzen Wandschränke) in das Repertoire aufgenommen.

Die Präsentation von Möbeln haben die Schweden revolutioniert, indem sie ganze Wohnwelten vorführen, komplett eingerichtete Zimmer mit eigenen Accessoires.

Nur in Deutschland gibt es in den Filialen Bio-Gerichte.

Die Family-Card gibt es auch für Singles.

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