Mythos Multitasking

Fingernägel schneiden, telefonieren, E-mails checken und kochen gleichzeitig ist cool?! Well…

Multitasking kann einem das Gefühl geben viel zu tun und damit gleichzeitig „ne Menge auf die Reihe zu bekommen“. Das ist psychologisch gesehen schlichtweg falsch!

Geteilte Aufmerksamkeit führt zu mehr Unterbrechungen und schadet somit den einzelnen Unternehmungen. Jede Unterbrechung einer Tätigkeit führt dazu, dass man sich in die Unternehmung neu „reindenken“ muss.

Die Lösung ist einfach: Prioritäten setzen und diese „in einem Rutsch“ zu 100% beenden. Der „Setup-Aufwand“ ist auf diese Weise einmalig.

Was ist ein „Setup-Aufwand“:

1) Ein Student möchte eine Hausarbeit schreiben. Er setzt sich dafür ein Limit von 20 Tagen. Jeden Tag wird er eine Seite (oder ein Kapitel) schreiben. Zeitaufwand pro Tag ca. 60 Minuten, insgesamt ca. 20 Stunden.

2) Ein Student möchte eine Hausarbeit schreiben. Er setzt sich ein Limit von 2 Tagen, in denen er bis spät abends/nachts an dem Text arbeitet. Am zweiten Tag arbeitet er bis die Hausarbeit beendet ist. Zeitaufwand insgesamt ca. 16-20 Stunden.

Der zweite Student vermeidet den immer wiederkehrenden „Setup-Aufwand“. In diesem Beispiel bedeutet das: sich an den Schreibtisch setzen, den Computer hochfahren, die Unterlagen zurechtlegen und vor allem in das aktuelle Kapitel reindenken (vor allem dann schwierig, wenn am Vortag das letzte Kapitel beendet wurde).

Der erste Student hat den Vorteil, den „Flow“ richtig zu nutzen. Wenn man erstmal ein Kapitel geschrieben hat, fällt das nächste Kapitel leichter. Beendet man dagegen die Arbeit und setzt sie erst am nächsten Tag fort, muss man erneut den Setup herstellen.

siehe auch: Parkinsonsches Gesetz

(Aus: “The 4-Hour Workweek” – Timothy Ferriss)

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