Die dissipativen Strukturen

Laut Prigogine existiert jedes organisierte System in einer dynamischen Spannung zwischen Chaos und Ordnung. Je komplexer ein System ist, desto größer seine Instabilität. Es ist z.B.

– einfacher mit zwei Kindern als mit 20 Kindern einkaufen zu gehen.

– ein Streichholzhaus aus zehn Streichhölzern stabiler als ein Streichholzhaus aus 100 Streichhölzern.

Instabilität eines Systems ist, nach Prigogine, nötig um Evolution zu ermöglichen. Alle dissipativen Strukturen pendeln zwischen Selbstzerstörung und Reorganisation hin und her. Die Reorganisation findet in diesem Prozess auf einer immer höheren Ebene statt. Symptome eines gesellschaftlichen Zusammenbruchs können somit gleichzeitig die ersten Symptome eines Durchbruchs sein.

Prigogines Strukturen beruhen auf der Wahrscheinlichkeitsrechnung und sind somit nicht 100%-ig sicher. Es kann weiterhin durchaus möglich sein, dass sich die gesamte Gesellschaft mit ein paar Bomben selbst vernichtet. Ebenso kann es durchaus möglich sein, dass, trotz der Tatsache, dass die Menschheit zum Erfolg verdammt ist, ein Individuum sein Leben verpfuschen wird.

(Aus: “Der neue Prometheus” – Robert Anton Wilson)

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