Das Marmeladenglas in der Schublade

Der irische Philosoph und Wissenschaftler De Selby unternahm folgenden Versuch:

In einem leeren Marmeladenglas sammelte er über mehrere Wochen Staubfusseln, Hausstaub, verbogene Büroklammern, die Kruste von Zahnpastatuben, kleine Splitter von Gibsstatuen, der Schleim, der nach einerWeile im Waschbeckensieb hängenbleibt, Dreck aus dem Kellerecken, Asche, die Staubknäuel aus dem Bauchnabel usw..

Für diese Arbeit benötigte er mehrere Wochen. Und am Ende war er selbst nicht mehr in der Lage, alle Bestandteile des Marmeladenglases zu benennen.

Mit dem Glas in der Hand ging er zum Hafen und befragte die Passagiere der ankommenden Fähre, 123 Dubliners und 246 Engländer und Europäer, was in dem Glas enthalten ist.

77,6% sagten sofort:“Oh, ich weiss, es ist _______“, und machten anschließend wilde Spekulierungen. Von den 77,6% hielten allein 54,3% den Inhalt für das Zeug, dass in pakistanischen Restaurants in die Curry-Sauce gemixt wird.

Von den 22,4% waren alleine 83,5% in Eile, da sie eine Show im Schloß Clontarf besuchen wollten.

De Sleby schloss daraus, dass die meisten Europäer glauben, dass alles irgendwie beschrieben und klassifiert werden kann mit der Aussage „Dies ist ein irgendwas!“

(Aus: “Der neue Prometheus” Robert Anton Wilson)

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