10 Survival-Mythen

Mythos 1: Wenn du in der Wüste drohst zu verdursten, kannst du einem Kaktus Wasser entnehmen!

Wahrheit: Du wirst mit hoher Wahrscheinlichkeit nur ein paar Tropfen Wasser herauspressen können. Diese werden scharf und bitter schmecken und zu Übelkeit und Krämpfen führen. Morgentau, „transpiration bags“, Anzeichen von kleinen Quellen und Flussbetten und Gesteinsmulden mit Wasser werden dir eher weiterhelfen.

Mythos 2: Wenn dich ein Hai attackiert, musst du seine Nase angreifen!

Wahrheit: Du wirst dir eher die Hand verletzen als seine Nase. Falls sich ein Angriff nicht vermeiden lässt, versuch die Augen und Kiemen so hart wie möglich zu treffen, idealerweise mit einem scharfen Gegenstand.

Mythos 3: Der sicherste Platz bei einem Erdbeben ist unter einem Türrahmen!

Wahrheit: Dieser Rat stammt aus einer Zeit, als Häuser aus instabilen Materialien mit Türrahmen aus Holz gebaut wurden. In modernen Gebäuden ist der Türrahmen der schwächste Punkt. Versteck dich lieber unter einem stabilen Objekt, wie einem Tisch.

Mythos 4: Wenn eine Bombe hochgeht, ruf 112!

Wahrheit: Vermeide es ein Handy oder Radio im Umkreis von 100 Metern eines möglichen terroristischen Anschlags zu verwenden, da es eine weitere Einheit auslösen könnte. Ruf den Notruf erst mit einem Kilometer Abstand.

Mythos 5: Saug bei einem giftigen Schlangenbiss das Gift aus derVene.

Wahrheit: Du wirst nicht in der Lage sein das Gift schnell genug herauszubekommen. Gift im Mund wird eine weitere Verbreitungsmöglichkeit für das Gift darstellen, besonders bei Rissen am Gaumen oder an den Lippen. Benutze auch keinen Schlauch zum Abbinden oder einen Eiswürfel. Stattdessen: Ruf den Notruf, halte die Wunde tiefer als das Herz und reduziere jede körperliche Aktivität auf ein Minimum.

Mythos 6: Wenn du auf dem Meer ohne Wasser gestrandet bist, kannst du dein eigenes Urin trinken!

Wahrheit: Da Urin Salz enthält, beschleunigt Urin eher Dehydrieren als es zu verhindern. Legitime Quellen für Trinkwasser sind: Regen, Schildkrötenblut und Flüssigkeit von dem Rücken und um die Augen eines Fischs.

Mythos 7: Verstaue eine Gallone Wasser pro Person & pro Tag für 3 bis 7 Tage in deiner Garage oder in deinem Keller.

Wahrheit: Dies stimmt! Allerdings besitzen viele Menschen Keller und Garagen aus Beton. Stellt man Plastikflaschen mit Wasser auf Beton wird die chemische Reaktion dieser beiden Materialien das Wasser vergiften.

Mythos 8: Wirst du von einem scharfen Gegenstand aufgespießt oder gestochen, dann zieh den Gegenstand aus der Wunde!

Wahrheit: Lass den Gegenstand in der Wunde, ruf den Notruf an und leg einen voluminösen Verband an um alles stabil zu halten. Ausnahme: der Gegenstand behindert die Atmung oder die Herz-Lungen Wiederbelebung.

Mythos 9: Verirrst du dich bei kaltem Wetter kannst du Schnee oder Eis essen um zu überleben.

Wahrheit: Schnee oder eis essen reduziert die Körpertemperatur und kann verseucht sein. Wenn möglich: Schmilz den Schnee, erhitze das Wasser und lass es abkühlen, bevor es getrunken wird.

Mythos 10: Beten hilft nicht!

Wahrheit: Studien über die Verhaltensweisen von Überlebenden haben gezeigt, dass Sie gebetet haben auch wenn sie nicht wirklich an Gott glauben. Gebete helfen dabei Gedanken zusammenzuhalten und den Geist zu fokussieren.

Grundsätzlich: Die beste Survival-Fähigkeit ist Panik zu vermeiden und stattdessen ruhig zu bleiben, organisiert, fokussiert, entschlossen und entscheidungsfreudig zu handeln.

(Mehr: neil-strauss-blog)

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